Geschichte

Exkursion nach Dachau

Bilder und Eindrücke der Schüler*innen beim Besuch des Konzentrationslagers in Dachau.

Ich finde es erschreckend wie man mit Menschen so umgehen kann
Es ist schlimm, wie man Menschen einfach vergasen kann.
Erschreckend wie Menschen teilweise zu fünft in einem Bett schlafen mussten. Die Zimmer, Betten und der Boden waren meistens überbelegt und die Menschen warteten im Sitzen bis ein Platz zum Schlafen frei wurde....
Es ist fremdschämend wie die Deutschen die Menschen behandelt haben, und sie in Rassen untergliederten und als unbedeutenes Nichts zu Tode folterten...
Schrecklich wie viele Leichen sich hier vor dem Krematorium gestapelt haben. Nicht Mal nach ihrem Tod wurde den Toten die letzte Ehre erwiesen, sie wurden einfach achtlos aufeinander geworfen, als wären sie wertlos...

23. Januar 1943: Jeden Morgen wird in dem Konzentrationslager ein Zählungsapell durchgeführt. Von den 17.000 Häftlingen fehlt einer. Die Häftlinge müssen draußen in der Kälte stehen bei -10°C mit dünnen Klamotten. Zuerst hatte man gedacht, dass man sich verzählt hatte, doch beim zweiten Durchlauf kam dasselbe Ergebnis. Die SS Männer durchsuchten die Baracken und das ganze Lager, doch konnten nichts finden. Erst beim zweiten, genaueren Suchen konnten sie den Häftling versteckt in der Baracke finden. Der Häftling gab zu, dass er nach dem Zählungsapell fliehen wollte. Da sein Plan scheiterte, haben die SS Männer ihm die Todesstrafe gegeben, da er die Regeln missachtet hat. Als Abschreckung haben die SS Männer ihn mitten auf dem Feld aufgehängt, um den Häftlingen zu zeigen, dass sie aus dem KZ nicht flüchten können. Hierbei geht es weniger um den einen Häftling der fliehen wollte, sondern um die Häftlinge die draußen stehen mussten, in der Kälte und das für 22 Stunden.

Hier reihten sich früher jede Menge Baracken aneinander in denen bis zu 47.000 Häftlinge ihr elendiges Dasein fristen mussten, bis sie durch Hunger, Schwäche oder Misshandlungen starben!
„Arbeit macht frei“. So wurden in Dachau die Häftlinge begrüßt. Mehr Sarkasmus geht eigentlich nicht...

Am Anfang als die Häftlinge ankamen liefen sie durch ein offenes Tor mit bunten Fensterläden. Keiner von ihnen hätte mit dem gerechnet, was ihnen hinter den Mauern des Konzentrationlagers widerfahren würde. Doch schnell wurde ihnen klar, dass das KZ eines der schlimmsten, wenn nicht sogar das Schlimmste war, mit dem sie jemals zu tun hatten. Es war widerwärtig und grauenhaft was dort jeden Tag aufs Neue geschah. Die Häftlinge hofften auf ihre Rettung, wünschten sich, dass jemand kommen würde um ihr Leiden zu beenden, aber es kam niemand. Nein ganz im Gegenteil sogar, es wurde immer schlimmer, das Essen weniger und die SS-Männer immer skrupelloser. Alle Insassen hofften auf die Erlösung. Doch schlussendlich fanden sie alle dann nach längerer oder auch kürzerer Zeit den Tod durch die Arbeit...

Kratzer von Menschen in der Desinfektionskammer. Es ist schrecklich zu sehen, wie die Menschen damals um ihr Leben gekämpft haben und keiner was dagegen unternommen hat. Teilweise wurden die Menschen in der Gaskammer vergast. Bevor sie jedoch in den Raum gelangt sind mussten sie durch die Desinfektionskammer, durch den Warteraum und durch den Auskleideraum, indem sie ihre Klamotten ausziehen mussten. Nun kam die Gaskammer. Danach folgte die 1. Todeskammer, die Verbrennungsöfen und die 2. Todeskammer. In den Verbrennungsöfen wurden die Leichen verbrannt, in den Todeskammer wurden die Leichen gelagert und gestapelt.

Nach einer halben Stunde im Freien waren wir trotz unserer dicken Jacken ganz schön durchgefroren... wie musste es den 45.000 abgemagerten Häftlingen in ihren dünnen Jacken nach 2 Stunden Morgenappell erst gehen?!?

Auf jedem dieser Fundamente stand damals eine Baracke. Desto weiter weg die Baracke von der Küche entfernt lag desto weniger Zeit hatten die Gefangenen um zu essen. Dies war so schlimm das die Hintersten manchmal garkeine oder nur wenig Zeit für ihre Malzeit hatten.

“Brausebad” war das letzte Wort das die Gefangenen gelesen haben bevor sie im nächsten Raum an einem qualvollen Tod starben. Ihnen wurde gesagt sie dürfen sich im nächsten Zimmer duschen um sie nicht unnötig aufzuregen. Sie wussten nicht dass sie gleich eine halbe Stunde um ihr Leben kämpfen müssen und doch keine Chance haben.

Das Bild wurde in der Gaskammer aufgenommen. Als die Häftlinge in der Gaskammer „eingesperrt“ wurden blieb nur noch diese Öffnung nach außen offen. Durch diese Öffnung wurde dann die Blausäure gegeben, diese wurde dann mit Wasser überschüttet. Dadurch entstanden diese griftigen Dämpfe die nach und nach immer stärker wurden. Die Häftlinge haben ca. 30 Minuten in der Gaskammer um ihr Leben gekämpft und sind letztendlich an den giftigen Gasen gestorben. Es ist einfach nur traurig wenn man davon hört, wie die SS-Leute damals mit den Häftlingen umgegangen sind.

Exkursion der 9er nach Dachau

Am 3. Dezember sind wir mit dem Bus von Calw nach Dachau gefahren. Nach der Ankunft an der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau wurden wir in drei Gruppen unterteilt. Jede Gruppe wurde von einem Angestellten begrüßt, welcher uns den ganzen Tag begleitet, uns alles gezeigt und erklärt hat. Die Führung über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers ging circa 2 Stunden. Wir haben gesehen unter welchen Bedingungen die Insassen damals „gehalten“ wurden. Es war sehr interessant und wir sind froh, nicht in dieser Zeit gelebt zu haben. Uns zeigten sich unmenschliche Gegebenheiten, die schrecklich sind.

Nach einer Mittagspause wurde jede Gruppe in Kleingruppen unterteilt. Wir bekamen pro Kleingruppe ein Thema über das Leben und Arbeiten im Konzentrationslager zur selbstständigen Erarbeitung. Abschließend präsentierten wir unsere erarbeiteten Themen unserer Klasse.

Lukas Müller, 9b

Exkursion zur Maginot-Linie und nach Straßburg

Am Dienstag, dem 28.05.19 trafen sich alle neunten Klassen mit den Lehrern: Frau Rau, Frau Klein, Herr Schwäble, Herr Röser und Herr Rothfuß um 7:00 Uhr am ZOB. Als um viertel endlich alle da waren, konnte die Fahrt beginnen.

Nach einer langen Fahrt stiegen wir um 10:20 Uhr aus dem Bus aus. Wir befanden uns am Simserhof. (Bild1)

Wir teilten uns klassenweise. Wir, als 9b wurden in einen Raum geleitet in dem uns ein Film über die Ausgangslage nach dem 1. Weltkrieg, die defensive Taktik Frankreichs und der Ausbruch des 2. Weltkrieges zeigte. Danach setzten wir uns in einen Wagen (Bild 2) und fuhren damit durch den Versorgungseingang in das Berginnere. In den Gängen berichteten über Lautsprecher mehrere Augenzeugen über ihre Erlebnisse. Auch wurde der Wagen immer wieder langsamer, sodass man einzelne ausgestellte Waffen und Szenen betrachten konnte. Als wir schließlich wieder an der Ausgangsstelle herauskamen, stiegen wir aus und hatten eine halbe Stunde Zeit, bevor wir zu Fuß über einen Weg auf einen nahen Hügel gingen. Dort empfing uns eine Mitarbeiterin der Anlage und führte uns durch den sehr gut bewachten Eingang. Danach ging es 149 Stufen 25 Meter in die Tiefe hinab. Dort unten war es kühl und sehr feucht. Los ging es mit der Besichtigung der Luftfilterungsanlage. Durch sie konnte das Eindringen von Giftgas verhindert werden. Weiter schauten und hörten wir uns die Stromaggregate an. Mit ihnen konnte die gesamte Anlage mit Strom versorgt werden. In dieser unterirdischen Kaserne waren zwischen 800 und 900 Mann untergebracht. Daher gab es eine Versorgungsabteilung mit mehreren, zu damaligem stand, topmodernen Küchen und riesige Essenkammern. Die gesamte Mannschaft konnte bis zu drei Wochen mit ihren Vorräten leben. Für die Wasserversorgung hatten sie unterirdisch zwei Quellen angebohrt. Auch gab es Bereitschaftsräume, Duschen und Toiletten. Hygiene war sehr wichtig, da Krankheiten sich schnell ausbreiten konnten. Daher gab es auch ein Todesraum, in den die Toten aufbewahrt werden konnten. Das es gar nicht so weit kam, befand sich dort ein großes Lazarett mit Operationssaal, sowie ein Zahnarzt mit fußbetriebenem Bohrer. Nach einigen weiteren Erklärungen von der, mit Dialekt sprechenden, Mitarbeiterin, machen wir uns auf den Rückweg und stiegen mühsam die vielen Treppenstufen hinauf, während die Lehrer den Aufzug benutzen durften.

Es war damals und heute auch noch, ziemlich unangenehm. Nur wenn es genug Strom gab, gab es Heizung, die Temperatur lag bei so circa 16 Grad Celsius. Doch es war vor allem sehr dunkel, nur all 6m eine 10 Watt Lampe, feucht und laut. Immerhin die Luft war einigermaßen gut, da die unterirdische Bahn mit Strom fuhr. Aber das schlimmste war das Nichtstun und die Orientierungslosigkeit. Keine Sonne, immer kühl und feucht und laut. Und am Ende hat es fast gar nichts gebracht, da die Deutschen klug waren und über Niederlande und Belgien nach Frankreich einmarschierte, den dort befanden sich nur sehr wenige Verteidigungsbunker, denn die Franzosen verließen sich auf die Belgier und schlicht und ergreifend fehlte das notwendige Geld.

Um 13:30 trafen sich alle Klassen wieder. Weiter ging es mit dem Bus, eine Stunde nach Straßburg. Dort erkundeten wir in Kleingruppen frei die Stadt und die Geschäfte. Trotz einiger kurzer Regenfälle ließen wir uns nicht aufhalten und trafen um 17:30 pünktlich am Treffpunkt ein, nur die Lehrer hatten eine kleine Verspätung! Nach zweieinhalb Stunden diskussionsreicher Fahrt erreichten wir wieder Calw.

Es war ein sehr interessanter und erlebnisreicher Ausflug. Es ist schön, wenn so Geschichte erlebbar wird. Auch die Zeit in Straßburg konnten wir genießen. Ein sehr lohnender Ausflug.

Samuel Keppler